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Appell an "Groupement Transport" und FLEAA |
20. März 2006 Tagung der Syndikatsleitung des OGBL-ACAL
Die Syndikatsleitung des OGBL Transportsyndikats ACAL tagte am Sonntag in Bartringen, um über aktuelle Themen zu beraten und zu entscheiden.
Arbeitszeitrichtlinie für Kraftfahrer
Die Syndikatsleitung begrüßt den von der Regierung auf den Instanzenweg gebrachten Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Arbeitszeitrichtlinie 2002/15 für Kraftfahrer. Die Arbeitszeitrichtlinie wird endlich klare Regeln betreffend die Tätigkeiten, die als Arbeitszeit zu betrachten und zu entlohnen sind, schaffen. Die durchschnittliche Arbeitszeit wird künftig 48 Stunden betragen, kann aber in einer isolierten Woche bis auf 60 Stunden ausgedehnt werden. Erfreut zeit sich die Syndikatsleitung des OGBL-ACAL darüber, dass in den Strafbestimmungen des Gesetzes nicht nur der Arbeitgeber, sondern auch der Auftraggeber belangt werden kann. Einstimmig beschloss die Syndikatsleitung des OGBL-ACAL, den Gesetzentwurf positiv zu begutachten.
Kollektivverträge: Zurück an den Verhandlungstisch!
Die Syndikatsleitung des OGBL-ACAL richtet einen dringenden Appell an die Handelskonföderation, als Sprachrohr der Unternehmen des Straßengüterverkehrs "Groupement Transport" und der privaten Busunternehmen FLEAA, ihre Blockade-Politik aufzugeben und endlich konstruktive Verhandlungen zur Erneuerung der Kollektivverträge mit den Vertrag schließenden Gewerkschaften zu führen. Nachdem die Arbeitszeitrichtlinie nun in Form eines Gesetzentwurfs auf den Instanzenweg gebracht wurde, besteht kein Grund mehr, die Verhandlungen auf die lange Bank zu schieben.
Massenentlassungen: OGBL-ACAL solidarisch
Die Syndikatsleitung des OGBL-ACAL zeigt sich solidarisch mit den Beschäftigten im Industriesektor, die gegenwärtig von Sozialpländen betroffen sind. Mit einem sehr kritischen Auge sieht die Syndikatsleitung die Pläne der Regierung, künftig verstärkt auf den Logistikbereich zu setzen. Gerade im Logistiksektor macht sich Bolkestein-Ideologie breit und es wurde in den vergangenen Jahren, bedingt durch die zahlreichen Briefkastenfirmen, ein virtueller Arbeitsmarkt geschaffen. Das Ausflaggen von Logistikbetrieben in Billiglohnländer ist nicht der Garant für sichere Arbeitsplätze.
Mitgeteilt vom OGBL-ACAL am 20. März 2006
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