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Stures Verhalten der Transportunternehmer |
2. April 2006 OGB-L / ACAL – Sektion Ettelbrück/Mersch
Am vergangenem Samstag hielt die ACAL Sektion Ettelbrück/Mersch seine alljährliche Generalversammlung im Café Adam in Bissen ab.
Sektionspräsident Paul Wealer konnte in der gut besuchten Jahresversammlung verschiedene Verantwortliche aus den benachbarten Sektionen, sowie den Landespräsidenten des Transportsyndikats OGB-L- ACAL, Mett Waldbillig und den Generalkassierer François Dahm, Vize-Präsidenten Nico Heck und Biagio Bazzaglia begrüssen.
Aus dem Tätigkeitsbericht, welcher von Serge Wealer vorgetragen wurde, ging hervor, dass sich die Sektion im vergangenem Jahr mehreren Veranstaltungen und Manifestationen im Transportsektor der OGB-L -ACAL beteiligt hatte. Auch konnte der Kassierer der Sektion einen gesunden finanziellen Kassenbericht vorlegen.
Der Hauptpunkt der Tagesordnung war ein Referat vom Syndikatspräsidenten Mett Waldbillig, welcher die unverständliche Haltung der Arbeitgeber im Transport, betreffend der neuen EU-Arbeitszeitenrichtlinien kritisierte.
Der LKW-Kollektivvertrag welcher seit Ende Februar 2004 ausgelaufen ist, und welcher Anfangs noch zwischen den Sozialpartnern verhandelt wurde, ist seit März 2005 das Dossier auf dem Schlichtungssamt. Der Grund ist die neue EU-Arbeitszeitendirektive, in welchem Text festgehalten ist, dass eine Referenzperiode von 4 bis 6 Monaten im Transport angewandt werden soll. Obschon die Gewerkschaften dem „Groupement Transport“ Verständnis entgegenbrachten, indem sie signalisierten in punkto Referenzperiode bei Neuverhandlung entgegen zu kommen, blieben die Unternehmer bei ihrer sturer Haltung. Hier erwarten die Unternehmer dass die Regierung eine Änderung von 1 Monat auf 4 Monate Referenzperiode im „Projet de loi“ der EU-Direktive vornimmt, welche zur Zeit auf dem Instanzenweg ist, um in Nationales Recht umgesetzt zu werden.
Beunruhigend ist im Internationalen Transport die EU-Osterweiterung, welche mit sich bringt dass Unternehmer eine Filiale im Europäischem Osten eröffnen, und die Fahrer zum Lohntarif ihres Heimatlandes bezahlen. Im Durchschnitt erhalten diese Fahrer monatlich einen Lohn von zirka 500.- € was zu einem nicht zu unterschätzenden Preisdumping unter den Unternehmer führt. Besonders war man bei der OGB-L-ACAL enttäuscht über die Haltung vom Transportminister, welcher auf einer parlamentarische Anfrage des LSAP Parlamentarier John Castegnaro antwortete, dass dies alles legal ist, und laut unseren EU und Nationalen Gesetzen den Unternehmer diese Ausbeutung von Arbeitskräften erlaubt.
Von den Kollektivvertragsverhandlungen im Busssektor konnte Mett Waldbillig auch nichts erfreuliches berichten, weil die Referenzperiode dieselben Probleme wiederspiegelt, welche im Gütertransport vorhanden sind. Trotzdem konnten am vergangenen Donnerstag die Gewerkschaften sich mit der FLEA in einer Kollektivvertragsverhandlung auf einen Kompromiss einigen, welcher einen Übergangskollektivvertrag von einer Laufdauer von 24 Monaten vorsieht. Die Fahrer sollen am folgenden Monat nach Unterzeichnung des Kollektivvertrags, eine einmalige Prämie von 100.- € erhalten, welche die Unkosten für die Chip-Karte des digitalen Fahrtenschreibers ersetzen soll, sowie eine Tagesspesenerhöhung von 0,25.-€. Was die Arbeit und Ruhezeiten im Artikel 5 bis 7 des aktuellen Kollektivvertrags betrifft, sollen diese für die Dauer des Übergangskollektivvertrags bestehen bleiben. Hier wird in den nächsten Tagen eine Umfrage bei den Mitgliedern organisiert, welche ihr Einverständnis zu diesem Kompromiss geben sollen.
Zum Abschluss forderte Mett Waldbillig alle Anwesende auf, sich massiv an der Neugestalteten der ersten Mai Feier zu beteiligen, welche in Neumünster Luxemburg/Grund statt findet.
Der Vorstand der ACAL Sektion Ettelbrück/Mersch setzt sich wie folgt zusammen: Präsident: Paul Wealer Vize-Präsident: Henri Breyer Sekretär: Serge Wealer Beisitzende: Nico Jaas, René Warken
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